Arten
Für jedes Problem die passende Lösung
Grundsätzlich gibt es neben Ferntrainern mit Handsendern auch Geräte, die auf das Bellen des Hundes reagieren - Antibellhalsbänder. Diese Halsbänder lösen automatisch aus, wenn sie das Hundebellen erkennen.
Auch für "Ausbruchskünstler" gibt es eine passende Hilfe. Bei unsichtbaren Zaunsystemen übernimmt ein dünner Draht die Funktion des Handsenders. Dieser Draht wird um das Grundstück gelegt und an eine Sendestation angeschlossen. Das Hundehalsband erkennt die Funkwellen des Drahtes und warnt den Hund vor dem Verlassen des für ihn sicheren Bereiches.
Egal ob Ferntrainer, Antibellhalsband oder Zaunsystem. Es gibt von zahlreichen Herstellern wie Innotek, Petsafe, Sportdog, Dogtra, Martin Systems, Num'Axes und vielen Anderen unterschiedlichste Geräte mit unterschiedlichen Wirkweisen
Tontrainer
Diese Geräte lösen meißt einen für den Hund sehr unangenehme, für den Menschen nicht hörbaren Ultraschallton aus. Die Lautstärke kann je nach Gerät fast der eines startenden Düsenjägers ähneln. Für manche Hunde ein echter Stressfaktor, für andere Hunde wenig "beeindruckend".
Vibrationstainer
Im Halsband ist - ähnlich wie bei einem Mobiltelefon - ein kleiner Vibrationsmotor eingebaut. Diese Vibration soll den Hund aufmerksam machen. Sie ist nicht schmerzhaft und erschreckt den Hund nicht. Diese Trainer sind die erste Wahl bei tauben Hunden, die auf akkustische Signale nicht reagieren können. Sie lernen: Wenn es vibriert, schaue ich zu meinem Herrchen oder Frauchen (Rudelführer). Da passiert gerade etwas spannendes.
Vibrationstrainer sind in der Regel nicht geeignet, um Hunde z.B. vom Jagen abzuhalten.
Spraytrainer
Das Halsband wird mit einem speziellen Gas gefüllt. Dieses Gas gibt es "geruschlos" oder auch nach Citronella oder Lavendel riechend. Bei einer Auslösung ströhmt das Gas durch eine kleine Düse. Ein deutlicher Zischlaut ist zu hören, der Sprühnebel zeigt in der Regel in Richtung Nase des Hundes. Der Hund erschreckt sich vor dem Geräusch und dem Spray. Der Geruch ist für den Hund sehr unangenehm. Die Sprays sind selbstverständlich nicht gesundheitsschädlich.
Häufig reagieren Hunde am Anfang sehr gut auf dieses "Schreckgespenst". Nicht selten lässt diese Wirkung jedoch sehr schnell nach. Es gibt Hunde, die sich einen Spaß daraus machen, ein Spray-Antibellhalsband so langes auszulösen, bis es sich leergesprüht hat...
Das Spray wird beim Austritt aus der Düse sehr kalt. Bei direktem Hautkontakt mit der Sprühdüse kann es sogar zu Erfriergung-Verbrennungen kommen. Fraglich ob etwas derartiges in der Nähe einer Hundenase etwas zu suchen hat.
Stromtrainer
Um es gleich deutlich vorab zu sagen: Die Anwendung mit Geräten, die einen Strom abgeben, ist nach dem Deutschen Tierschutzgesetz verboten. Hier finden Sie Informationen zu diesem Thema.
Dennoch werden diese Geräte angeboten, da der Verkauf und Besitz von Teleimpulsgeräten - also Ferntrainern mit Strom erlaubt ist.
Vor einigen Jahren gab es fast nur sehr große Geräte wie das Teletakt. Bei diesen Geräten war der Stromschlag, der abgegeben wurde so groß, dass die Hund vor Schmerz aufschrien und völlig verstört waren. Völlig zu Recht haben daher Stromtrainer bei Tierschützern einen schlechten Ruf.
Inzwischen hat sich hier aber sehr viel geändert. Moderne Strom-Trainer arbeiten mit sehr fein dosierten Stufen, die vom Menschen teils auf der Hand gar nicht gespürt werden können. Die Impulsstufen sind am ehesten mit Strömen bei Tens-Elektrostimulationsgeräten aus der Medizin zu vergleichen, die zum Muskelaufbau verwendet werden.
Ziel bei disen modernen Geräten ist es, die geringstmögliche Einwirkung zu finden, die der Hund gerade so als "Tippen auf die Schulter" spürt.
Weit verbreitete Weidezaungeräte sind vom Schmerz um ein vielfaches Höher als Geräte von modernen Herstellern wie Num'Axes Canicom oder Martin Systems.
Dennoch haben es die Benutzer dieser Geräte schwer. Sie werden "geächtet", sie werden angezeigt, sie werden als Tierquäler beschimpft.
Das ist sehr kurzsichtig. Denn - richtig angewendet - können Stromtrainer ein echter Segen für Hund und Hundeführer sein. Hunde, denen wegen ihrem Jagdtrieb ein Leben an der Leine bevorstand bekommen die Möglichkeit, sich endlich wieder frei zu bewegen, da Herrchen oder Frauchen mit der "unsichtbaren Leine" immer die Sicherheit haben, im Notfall eine Information an den Hund zu senden.